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FAQs

Diese Fragen stellen verallgemeinerte Fragen dar, die im Rahmen des Master-Mentorings in den vergangenen Jahren regelmäßig gestellt wurden.

1) An wen richtet sich das Studium?

Das Studium richtet sich an interessierte Studierende mit einem geistes- oder kulturwissenschaftlichen Bachelorabschluss, die sich zusätzlich zu dem Fachwissen aus ihrem vorangegangenen Bachelorstudium Werkzeuge zur digitalen Nutzbarmachung ihrer facheinschlägigen Fähigkeiten aneignen möchten. Es werden, abgesehen von genereller “Computer Literacy”,  weder spezifische (technische) Vorkenntnisse verlangt noch gibt es weitere Zulassungsvoraussetzungen. Eine gewisse Affinität zu IT-gestützten Arbeitsweisen ist jedoch sicherlich von Vorteil.

Es ist prinzipiell nicht ausgeschlossen, dass AbsolventInnen technischer Studiengänge den Master studieren, allerdings müssen sie geisteswissenschaftliche Kenntnisse  nachweisen bzw. im Studium erwerben (näheres in Abstimmung mit dem/r CuKo-Vorsitzenden). Das Masterstudium für eine/n ausgebildete/n InformatikerIn vielleicht wenig Neues, ist aber auch nur bedingt zum “Aufholen” geisteswissenschaftlicher Grundqualifikationen geeignet.

Wie der Titel “Digitale Geisteswissenschaften” schon sagt, handelt es sich hierbei um ein geisteswissenschaftliches Masterstudium, für das auch ein geistes- oder kulturwissenschaftliches Bachelorstudium Voraussetzung ist. Geisteswissenschaftliche Grundqualifikationen werden nicht unterrichtet, sondern als bereits bekannt vorausgesetzt. Interessierte müssen daher solche Qualifikationen nachweisen. Im Studium geht es vielmehr darum, digitale Methodiken zu erlernen, die für Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen relevant sind.

Fächer des gebundenen Wahlfachs erfordern zumeist als Teilnahmevoraussetzung LVen des zugehörigen Bachelorstudiums, d.h. solche Qualifikationen in einem geisteswissenschaftlichen Bachelorstudium sollten zum Zeitpunkt der Inskription nachweislich vorhanden sein.

AbsolventInnen technischer Studiengänge, die sich in rein geisteswissenschaftlichen Inhalten weiterbilden wollen, sind in geisteswissenschaftlichen Bachelorstudiengängen besser aufgehoben.

 

2) Kann ich mir ein facheinschlägiges Praktikum anstelle der freien Wahlfächer anrechnen lassen?

Im Studium sind Freie Wahlfächer im Ausmaß von 12 ECTS vorgesehen. Die Anrechnung eines facheinschlägigen Praktikums (bis zu 8 Wochen Vollbeschäftigung) ist hierfür möglich, allerdings muss dieses im Vorhinein durch den/ie Cuko-VorsitzendeN bewilligt werden.

Fachbezogene Praktika, die man sich statt der Freien Wahlfächer anrechnen lassen kann, müssen im Vorhinein der Cuko-Vorsitzenden vorgelegt und genehmigt werden! Diese müssen nicht zwangsläufig am Zentrum selbst stattfinden, allerdings müssen insbesondere Praktika an anderen Institutionen mit der Cuko-Vorsitzenden besprochen werden, sodass eine Gleichwertigkeit bzw. Eignung festgestellt werden kann.

 

3) Muss das Gebundene Wahlfach das Fach des Bachelors sein, auf dem aufbauend ich im DH-Master inskribiert bin?

Grundsätzlich ist es nicht verpflichtend, aber es ist darauf zu achten, dass 

a) das Fach in der Liste der möglichen Fächer erscheint und 

b) dass betreffende Person die Berechtigung besitzt, die für das Fach angeführten LVen zu besuchen und zu absolvieren. 

Diese Voraussetzungen sind bei gleichem Bakkalaureat gegeben.  In anderen Fällen sollte man sich bei der facheinschlägigen Cuko über die Zulassungsvoraussetzungen informieren. 

 

4) Wie technikaffin muss man für dieses Studium sein? Muss ich mir das wie ein Informatikstudium vorstellen? Muss man im Studium Mathe können? 

Das hängt natürlich davon ab, was genau man unter “technikaffin” versteht und wie man sich ein Informatikstudium vorstellt. Mathe muss man gar nicht können und kommt im Studium auch nicht vor. Die Lehrveranstaltung “Grundlagen der Informatik” deckt sich weitestgehend mit ähnlichen Lehrveranstaltungen an der TU Graz, allerdings auf deutlich reduziertem Niveau. Die meisten anderen LVen haben im strengen Sinne keinerlei Ähnlichkeit mit einem Informatikstudium, obwohl man natürlich Grundlagen des Programmierens lernt. Grundlegende “Computer Literacy” (“Wie zippe ich ein Dokument?” und dergleichen) wird bereits vor dem Studium vorausgesetzt, dafür gibt es ein ‘Übungsblatt 0’, mit dem man testen kann, ob man diese Fähigkeiten beherrscht.

Hier sollte man sich in Erinnerung rufen, dass es dabei darum geht, technische Anwendungen für geisteswissenschaftliche Forschung zu entwerfen. Dies geht von der Datenmodellierung (XML-Standards)  über Webdesign (HTML, CSS, JavaScript) bis hin zum Research Software Engineering (z.B. in Python, Java). Es steht jedem frei, sich selbst zu überlegen, auf welcher Seite des Spektrums man sich ansiedeln möchte. Allerdings müssen im Studium natürlich aus allen Bereichen zumindest Grundkenntnisse erworben werden. 

Noch nicht im Vorhinein alles vom ‘Übungsblatt 0’ beantworten oder lösen zu können, ist kein Ausschlusskriterium, doch die prinzipielle Motivation sollte vorhanden sein, sich solche Kenntnisse selbständig anzueignen. Wem diese fehlen, wird das Studium wenig Freude machen.  Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften beinhaltet oft auch das Lösen ‘nerviger’ technischer Probleme, die mit den geisteswissenschaftlichen Inhalten nicht direkt etwas zu tun haben scheinen. Dazu sollte eine grundlegende Toleranz vorhanden sein. 

 

5) “Ich habe gelesen, dass man in den LVen einen eigenen Laptop dabei haben sollte. Geht auch ein iPad oder MacBook? Läuft die Software nur auf Windows? Brauche ich Linux?”

Wer ernsthaft den Master Digitale Geisteswissenschaften studieren möchte, sollte über einen eigenen Laptop verfügen, der immer mitgenommen werden kann und für den man Administratorrechte zur Installation neuer Software besitzen sollte. In den Kursen kann das ZIM in Notfällen mit Computern aushelfen.

Unterschiedliche Betriebssysteme stellen kein Problem dar. Studierende wie auch Lehrende nutzen je nach persönlicher Präferenz Windows, MacOS und Linux. Bisher kam es in dieser Hinsicht noch zu keinerlei Problemen und es gibt auch keine offizielle Empfehlung oder dergleichen.

Von Beschränkung auf die Nutzung eines Tablets ist abzuraten, da nicht alle im Studium eingesetzte Software dafür existiert. Allzu kleine Bildschirme eignen sich der Erfahrung nach auch nicht so gut zur Programmierung oder Datenmodellierung. 

 

6) (Wie) Kann ich das Studium mit meiner Arbeit verbinden? 

Arbeit, die inhaltlich gut mit dem Studium vereinbar ist (im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften), ist natürlich leichter mit dem Studium zu verbinden. Hier könnte auch ein höheres Stundenpensum relativ unproblematisch mit einem zügigen Studium zu verbinden sein (auch durch die Anrechenbarkeit von einschlägiger Arbeitszeit als Praktikumsstunden, etc.).

30h Arbeitszeit sind schon relativ viel, zumal die Termine der Lehrveranstaltungen nicht immer auf berufsbegleitendes Studieren ausgerichtet sein können. Auch ist bei einem so großen Arbeitspensum damit zu rechnen, dass man die Regelstudienzeit nur schwer einhalten kann. 

Das Studium wird offiziell als “Vollzeitstudium” bezeichnet. Dies bedeutet, dass das Zentrum nicht verpflichtet ist, die Veranstaltungen so anzubieten, dass sie garantiert neben der Arbeit absolviert werden können. Viele unserer Studierenden arbeiten nebenbei, doch ist dies nicht prinzipiell vorgesehen. Tipps kann man sich hierzu wohl am besten bei berufstätigen Mitstudierenden holen.

 

Zur Frage nach dem Wie siehe Frage 7.

Wer viel nebenbei arbeitet, muss mit verlängerter Studienzeit rechnen. Weiters als nützlich herausgestellt hat sich das strategische Einplanen von Lehrveranstaltungen, die Schlüsselrollen im Studium einnehmen und auch später als Voraussetzungen für andere LVen dienen.

 

Studien “von Wien aus”

Studierende, die das Masterstudium berufsbegleitend “von Wien aus” studiert haben bzw. das Zertifikatsmodul abgeschlossen haben, haben gute Erfahrungen mit Unterkunftssuche per Airbnb gemacht. Frühzeitiges Buchen von Öffi-Tickets sowie das strategische Auswählen gewisser Tage für Graz-Aufenthalte, an denen so viele Kurse wie möglich besucht werden, hat sich ebenfalls bewährt. Das Studium ist allerdings nicht explizit als berufsbegleitend ausgelegt. 

 

7) Welche LVen sollte ich machen, wenn ich nicht dem Musterstudienplan folgen kann? Wie kann ich am besten im Sommersemester quereinsteigen? 

Wer im Sommer quereinsteigt, kann natürlich dem Musterstudienablauf nicht mehr folgen und wird dadurch eventuell Schwierigkeiten haben, die Regelstudienzeit einzuhalten.

Einige der  grundlegenden Lehrveranstaltungen, die auch als Voraussetzungen ggf. den Zugang zu anderen Veranstaltungen blockieren könnten, werden allerdings sowohl im Winter als auch im Sommer angeboten. Es handelt sich dabei um “Grundlagen der Informationsmodellierung” und “Grundlagen von X-Technologien”. Nur die Einführungsvorlesung “Grundlagen der digitalen Geisteswissenschaften” findet ausschließlich im Wintersemester statt. Es wird empfohlen, diese drei LVen zuerst zu absolvieren. Dies gilt sowohl für QuereinsteigerInnen als auch all jene, die nebenbei arbeiten und daher weniger Veranstaltungen pro Semester absolvieren können. Nachdem diese auch für das Zertifikat ( https://informationsmodellierung.uni-graz.at/de/studieren/modul-informationsmodellierung/ Modul "Informationsmodellierung": Informationsmodellierung (in den Geisteswissenschaften) als Ergänzungsfach im Rahmen der „Gebundenen Wahlfächer“ eines Studiums) anrechenbar sind, bestünde weiterhin die Möglichkeit, doch nur das Zertifikat zu absolvieren, sollte sich herausstellen, dass das ganze Studium mit der Arbeit nur schwer vereinbar ist.

 

8) Ich habe bereits einen Master-Level-Abschluss, möchte in der Wissenschaft bleiben und mir eine Zusatzqualifikation erwerben. Wie kann ich das am besten und effizientesten anstellen? 

 

Zunächst werden wahrscheinlich die Fragen zum Arbeiten neben dem Studium (6-7) relevant sein. 

Den Master Digitale Geisteswissenschaften als Zusatzqualifikation anzustreben ist sicherlich sinnvoll. Je nachdem allerdings, wie tief man sich einarbeiten möchte und wie viel Zeit man neben (etwaiger) Projektarbeit noch aufwenden kann, könnte auch das Zertifikatsmodul “Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften” relevant sein ( https://informationsmodellierung.uni-graz.at/de/studieren/modul-informationsmodellierung/ ). Hier werden im Rahmen von 24 ECTS (=6 LV mit Anwesenheitspflicht) wichtige Praxiskenntnisse vermittelt, aber man “erspart” sich z.B. theoretische Veranstaltungen wie die Grundlagen der Informatik. Für einen Nachweis von Grundkenntnissen im Bereich Digital Humanities ist also auch dieses Zertifikat ausreichend. Im Gegensatz zum Masterstudium sollte dieses auch neben der Arbeit problemlos innerhalb eines Studienjahres abschließbar sein. 

 

All jenen, die doch das Studium inskribieren wollen, sei empfohlen, die Kurse, die einem “am Fremdesten” erscheinen, möglichst bald anzugehen. Wer noch keine Grundkenntnisse in XML und XSL hat, sollte sich z.B. zuerst darauf konzentrieren. Wer bereits einen ICT-Hintergrund hat, sollte sich eher geisteswissenschaftlicheren Fragen zuwenden. Wer bereits XML kann, sollte vielleicht als erstes die Einführung in die Programmierung besuchen. 

Nebenbei kann man immer etwas machen, das einem eher leicht fällt, weil man es evtl. schon von irgendwo her kennt.

 

9) Ich habe nur beschränkte Zeitressourcen. Soll ich zuerst Programmierung oder X-Technologien erlernen? 

XML und XSLT (=X-Technologien) sind im Studium sehr zentral und diejenigen Fähigkeiten, die Knotenpunkte im Studium darstellen. Diese sollte man sich möglichst bald aneignen, auch damit man nicht am Ende zeitlich unter Druck steht und keine Zeit mehr hat, diese wichtigsten Skills ordentlich zu erlernen. Letztlich obliegt diese Entscheidung aber natürlich den Studierenden selbst.

Selbstverständlich ist auch der Studienplan an sich  in einer sinnvollen Reihenfolge aufgebaut, d.h. optimal wäre, ihn zu studieren, wie vorgegeben. Sollte dies allerdings aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich sein, so empfiehlt es sich, zunächst die LVen zu absolvieren, an denen als Voraussetzungen die Zulassung zu anderen Kursen hängt, d.h. konkret betrifft dies die “Grundlagen der Informationsmodellierung”, “Grundlagen von X-Technologien” und “Grundlagen der digitalen Geisteswissenschaften”. In der Graphik zum Musterstudienablauf sind zudem diese Voraussetzungen visualisiert. 

Kurz gesagt: An der Programmierung hängen keine formalen Voraussetzungen, daher sind im Zweifelsfall die X-Technologien zu bevorzugen.

 

10) Informationen für internationale Studierende

Besonders relevant ist wohl für internationale Studierende der Umstand, dass abgesehen von der Einzahlung des ÖH-Beitrages kein Studienbeitrag zu leisten ist, sofern man in Regelstudienzeit studiert. Das Studium ist prinzipiell auf Deutsch angelegt, doch es gibt auch Kurse auf Englisch und einzelne DozentInnen können auf Anfrage ihre Kurse auf Englisch abhalten. Prinzipiell sollte diese Sprachbarriere kein Problem darstellen und bei Bedarf können weitere Kurse auf Englisch angeboten werden. 

 

Das Studium richtet sich an Geistes- und KulturwissenschaftlerInnen, die technische Methoden (z.B. XML, XSLT, Basics der Programmierung) erlernen möchten, die sie zur Beantwortung ihrer eigenen Forschungsfragen benutzen können, die sie aus ihrer “Ursprungsdisziplin” (dem Fach des Bachelors) mitbringen. Für Absolventen von ICT-Studiengängen gilt, dass geisteswissenschaftliche Grundkenntnisse (z.B. Methoden) nachzuweisen und ggf. nachzuholen sind. Im Studium sind keine Einführungen zu rein geisteswissenschaftlichen Themen vorgesehen. Die Gebundenen Wahlfächer sind dafür vorgesehen, doch müssen hier Master-Level-Kurse absolviert werden, die womöglich ein abgeschlossenes facheinschlägiges Bakkalaureat als Zulassungsvoraussetzung mit sich bringen.

 

11) Inskription

Wer kein einschlägiges Bachelorstudium vorzuweisen hat, sollte sich zuerst an die/en Cuko-VorsitzendeN wenden, um eine Anrechenbarkeit festzustellen. Einen Antrag auf nicht-konsekutive Inskription ist sehr zeitaufwendig (= mehrere Monate) und sollte daher im Interesse der BewerberInnen im Vorhinein abgesprochen werden.

 

12) Masterarbeit

Die Abfassung der Arbeit umfasst laut Studienplan 20 ECTS (= 500 Stunden). Die Masterarbeit stellt eine wissenschaftliche Arbeit im Umfang von ungefähr 80-100 Seiten dar, die durch digitale Ausarbeitungen ergänzt werden kann. Im Falle umfangreicher digitaler Erarbeitungen, die ebenfalls als wissenschaftliche Leistungen zählen, kann eine kürzere Seitenzahl mit dem/der Betreuer/in ausgemacht werden (Minimum: 60 Seiten Text). Richtwert für die Länge sind 80-100 Seiten bzw. 144.000 bis 216.000 Zeichen. Das Thema ist aus dem Bereich eines der Prüfungsfächer (=Module B-E des Studienplans) zu entnehmen.

 

Zur Anmeldung: Die Bekanntgabe des Themas erfolgt per Formular, das auf der Seite der GeWi-Fakultät heruntergeladen werden kann. Der Titel, der dort angegeben wird, ist nur ein Arbeitstitel, der bei der elektronischen Einreichung einfach abgeändert werden kann. Neu angemeldet werden müssen lediglich eine grundlegende Themenänderung oder ein BetreuerInnenwechsel.


Informationen zur Einreichung finden sich auf der diesbezüglichen Informationsseite des geisteswissenschaftlichen Dekanats ( https://gewi.uni-graz.at/de/studieren/masterstudium/ ).

 

Zwischen der Abgabe der Arbeit und dem Prüfungstermin muss mindestens eine Frist von 4 Wochen eingeplant werden, wobei das Gutachten mindestens 2 Wochen vor der Prüfung vorliegen muss. Zum Anmelden der Masterarbeit ist es nicht nötig, bereits alle Prüfungen und Lehrveranstaltungen absolviert zu haben. Zur Prüfung müssen alle Noten, einschließlich der Masterarbeit, vorliegen.

 

Die Masterarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, also eine verschriftlichte Reflexion, die wissenschaftlichen Standards folgt und bei der es sich im Falle des DH-Masters entweder um eine theoretische Abhandlung oder eine Kombination aus Theorie und Praxis handelt.  

 

Wenn bereits eine Themenidee vorhanden ist, kann eine Lehrperson diesbezüglich angesprochen werden. Falls noch keine Idee vorhanden ist, hilft es häufig zu reflektieren, in welcher LV man am meisten Freude hatte oder welche Lehrperson als Betreuer/in sich intuitiv passend anfühlt, deren Forschungsgebiete man recherchiert. Wenn aus dieser Recherche eine Idee entsteht, sollte man einen persönlichen Besprechungstermin ausmachen. Achtung: Nicht alle Lehrenden sind verpflichtet, Masterarbeitsbetreuungen anzunehmen, daher frühzeitig Kontakt suchen. 

(siehe auch: https://gewi.uni-graz.at/de/studieren/masterstudium/faq/ Zitat: “Wer darf Masterarbeiten betreuen? Jede/r Lehrende mit einer Lehrbefugnis (Venia/Habilitation), der/die ein aufrechtes Dienstverhältnis an der Universität Graz hat. In Ausnahmefällen können auch Lehrende ohne Lehrbefugnis als Betreuer/in eingesetzt werden. Über eine Genehmigung entscheidet der/die (Vize-)Studiendekan/in.” (=Ausnahmeregelung). Die Venia ist häufig im UGO-Profil oder CV der Lehrenden einzusehen (“Lehrbefugnis”, “Venia docendi”). Sie besteht für ein konkretes Fachgebiet, das auf der Anmeldung zur Betreuung angegeben werden muss und dessen Kompatibilität mit dem auserwählten Masterarbeitsthema weitestgehend übereinstimmen sollte. Ist keine Venia vorhanden, so ist die Betreuung als Ausnahmeregelung zu beantragen, die von dem/der (Vize-)Studiendekan/in auch abgelehnt werden kann. Der/die Betreuer/in ist auch immer erste/r Masterprüfer/in, man braucht aber zwei habilitierte Personen in der Prüfungskommission, d.h. die Auswahl einer nicht-habilitierten  Person hat auch zu bedenkende Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Prüfungskommission später). 

 

Die Abfassung der Masterarbeit ist prinzipiell zeitlich unbeschränkt, aber da Inskriptionspflicht besteht, fällt der ÖH-Beitrag an und ggf. Studiengebühren, sobald die Regelstudienzeit überschritten wird. Außerdem ist zu bedenken, dass die Betreuungsperson die Uni wechseln könnte oder dergleichen, wenn man zu lange braucht. 

 

Link: https://gewi.uni-graz.at/de/mitarbeiten/habilitation/ Liste der aktiven Habilitierten

 

13) Prüfung

Die Masterprüfung ist eine kommissionelle Gesamtprüfung im Ausmaß von 5 ECTS-Anrechnungspunkten. Diese kann erst absolviert werden, wenn alle Prüfungsfächer positiv absolviert wurden und die Masterarbeit positiv beurteilt wurde.

Gegenstand der Masterprüfung sind die öffentliche Verteidigung der Masterarbeit, sowie zwei Fachprüfungen zu Teilgebieten jenes Moduls, dem das Thema der Masterarbeit zugeordnet ist, sowie eines weiteren Moduls aus dem Pflichtbereich des Masterstudiums. Bei der Prüfung gibt es dann noch einen Teil aus einem anderen Prüfungsfach.

Betreuer/in der Masterarbeit ist automatisch erste/r Prüfer/in. Insgesamt besteht die Kommission aus zwei Habilitierten und einem/r Vorsitzenden, wobei auch der/die Vorsitzende die zweite habilitierte Person sein kann. Für die Verteidigung der Masterarbeit sind 20min vorgesehen (10min Präsentation, 10min Diskussion); daraufhin folgen je 20min Prüfung pro Prüfer/in über abgesprochene Literatur zum gewählten Modul / Prüfungsfach.

 

Die Module sind mögliche Prüfungsfächer:

B Datenstrukturen und Programmierung

C Digitale Tiefenerschließung

D Nachhaltigkeit und (Forschungs-)Daten

E Theorien und Anwendungen der Digitalen Geisteswissenschaften

Genaue und verbindliche Informationen zum Studienabschluss sind den einschlägigen Informationsseiten des Gewi-Dekanates zu entnehmen.

 

14) Projektseminar 

Das Projektseminar im Umfang von 6 ECTS à 25h (d.h. 20h Präsenzeinheiten (Besprechungen, etc.) und 130h eigenständige Arbeit) dient dazu, bereits Gelerntes an einem praktischen Beispiel zu vertiefen. Studierende bekommen eine zeitlich überschaubare praktische Aufgabe oder können sich selbst eine aussuchen. Wer schon ein Masterarbeitsthema hat, kann hier 150h Vorarbeit leisten. Der Inhalt ist aber nicht zwingend das Masterarbeitsthema und das Vorhandenseins eines Masterarbeitsthemas ist auch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Projektseminar. 

Es gibt Liste möglicher Aufgaben aus den folgenden drei Themenbereichen:

  1. Modellierung / Visualisierung: z.B. Datenmodell überlegen, etwas kodieren, Bibliometrie, eine Visualisierung überlegen, Analyse und Verbesserung bestehender Modelle, Anreichern mit Normdaten, 3D Modellierung
  2. Transformation: z.B. XSLT, Webentwicklung. Excel to LIDO, Word to TEI, etc.
  3. Programmierung: z.B. Kleine Applikation schreiben, Webentwicklung mit Fokus auf JavaScript, etc.

Institutsleitung

Univ.-Prof. Dr.phil. M.A.

Georg Vogeler

Elisabethstraße 59/III, 8010 Graz



Institut

Elisabethstraße 59/III, 8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 5790


Öffnungszeiten Büro und Bibliothek: Montag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 13 Uhr

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