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Weitere laufende Projekte

Distant Spectators: Distant Reading for periodicals of the Enlightenment (DiSpecs)

  • Gefördert durch: ÖAW (go!digital Next Generation)
  • Laufzeit: 06-2019 bis 11-2020
  • Projektkontakt: Martina Scholger

Die journalistische Gattung der „Spectators“des 18. Jahrhunderts stellt ein wichtiges Weltkulturerbe aus der Zeit der Aufklärung dar. Die Zeitschriften entsprachen dem demokratischen Ideal, kulturelle und moralische Fragen in nicht-akademischen Kreisen zu verbreiten und Werte der Aufklärung wie Weltoffenheit, Toleranz, intellektuelle Kritik, Selbstreflexion und soziale Verantwortung zu popularisieren. Basierend auf dem bestehenden Textkorpus der digitalen Edition der Spectators (http://gams.uni-graz.at/mws) zielt diese Kooperation zwischen dem Institute for Interactive Systems and Data Science der Technischen Universität Graz, des Know-Center Graz sowie dem ZIM-ACDH und dem Institut für Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz darauf ab, dieses mehrsprachige Korpus mit 19computergestützten Methoden der quantitativen Textanalyse zu untersuchen.Damit sollen Erkenntnisse über die Verschiebung von Themen über Zeiträume undgeografische Entfernung hinweg, sowie über stilistische Merkmale zu Tage gefördert werden, die in weiterer Folge die Formulierung von Aussagen über Trends und Zeitgeist in den Zeitschriften des 18. Jahrhunderts ermöglichen. Insbesondere zielt die quantitative Analyse der Spectators darauf ab, die Studien zu Mikroerzählungen über die Wiederholung von Motiven in verschiedenen Zeitschriften zu ergänzen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem transnationalen Transfer und der Entwicklung dieses literarischen Genres unter Berücksichtigung geographischer, kultureller und zeitlicher Besonderheiten.

 

Becoming Urban - Reconstructing the city of Graz in the long 19th century (BeUrb)

  • Gefördert durch: ÖAW (go!digital Next Generation)
  • Laufzeit: 06-2019 bis 06-2021
  • Projektkontakt: Martina Bürgermeister

Graz wächst im Laufe des langen 19. Jahrhundert (1789-1914) enorm. Das Projekt, das zusammen mit dem GrazMuseum und dem Stadtarchiv Graz umgesetzt wird, beschäftigt sich mit der Entwicklung der Stadt Graz in diesem Zeitraum. Mithilfe eines Geoinformationssystems (GIS) werden die Veränderungen der Stadt, der Prozess der Verstädterung (Urbanisierung) und die Wahrnehmung davon im Laufe der Zeit analysiert. Es werden Stadtpläne von Graz mit Beschreibungen (z.B. aus Reiseführern) und bildlichen Quellen (z.B. Postkarten) aus dem 19. Jahrhundert mit dem aktuellen Forschungsstand verknüpft. So legt das Projekt „BeUrb“ eine Basis für die Analyse städtischer Entwicklung in einer Zeit, die sich stark über radikalen und raschen Wandel charakterisieren lässt.

Das GIS ist ein Tool um Orte und Strukturen zu identifizieren, welche die Stadtentwicklung in der Vergangenheit maßgeblich beeinflussten und bis heute beeinflussen. Das Projekt gibt demzufolge nicht nur einen Ein- und Überblick in und über historische Entwicklungen sowie Begebenheiten, sondern schafft ein besseres Verständnis für das Graz, wie wir es heute kennen. Neben dem Nutzen und Mehrwert des Vorhabens für Forschung und Lehre, werden die web-basierten Projektinhalte auch privaten und touristisch nutzbar sein.

Das ZIM-ACDH ist für die Datenmodellierung der Primärquellen, die technische Umsetzung des GIS und die Webpräsentation zuständig

 

Hearth Tax Digital

  • Gefördert durch: Roehampton University und British Academy
  • Laufzeit: 2018-2019
  • Projektkontakt: Georg Vogeler und Jakob Sonnberger
  • gams.uni-graz.at/htx

Hearth Tax Digital ist eine Plattform zur Veröffentlichung der Daten aus den Englischen Herdstättensteuern vom Ende des 17. Jahrhunderts. Diese Herdstättensteuern sind in England und Wales zwischen 1662 und 1689 erhoben worden und liefern eine unvergleich gute Dokumentation zur Bevölkerung und Vermögensverteilung in einer Schlüsselphase der englischen Geschichte. Das "Hearth Tax Digital" Projekt ist Ergebnis einer Kooperation mit dem Centre for Hearth Tax Research (University of Roehampton, UK) und ist von der British Academy finanziert.

 

Digital Edition Publishing Cooperative for Historical Accounts (DEPCHA)

  • Gefördert durch: The Andrew W. Mellon Foundation and Wheaton College Massachusetts
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Christopher Pollin
  • http://gams.uni-graz.at/depcha

Gefördert durch The Andrew W. Mellon Foundation und koordiniert durch das Wheaton College Massachusetts handelt es sich bei DEPCHA um eine Kooperation des ZIM mit Partnern aus den USA zur semantischen Anreicherung digitaler Editionen von historischen Rechnungsbüchern, die einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht werden sollen. Daten - aus unterschiedlichen Formaten - sollen auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt werden und adäquate Formen des Retrievals, Discoverys und der Visualisierung eröffnen, um die Arbeit mit den Quellen zu erleichtern. Die Überführung nach RDF auf Basis der Bookkeeping-Ontologie, die Transferprozesse historischer Rechnungsbücher formalisiert, erlaubt die Interoperabilität, Verlinkung und Zusammenführung der Informationen im Sinne von Linked Open Data.

 

Institute in Ancient Itineraries

Dieses Projekt zielt auf die Erkundung neuer Anwendungen digitaler Methoden in der digitalen Kunstgeschichte mit einem Fokus auf die "spatial narratives" von Objekten. Durch die Verwendung klassischer Kunst als Fallstudie und die Konzentration auf die Themen "Geografien, Provenienz und Visualisierung" untersucht das Projekt, wie Linked Open Data die digitale Kunstgeschichtsforschung weiter vorantreiben kann.

 

Digital Culture. Improving the Digital Competences and Social Inclusion of Adults in Creative Industries

Das Projekt zielt darauf ab, ein nachhaltiges und effizientes Bildungsprogramm zu schaffen, das für erwachsene Lernende mit geringen digitalen Fähigkeiten und geringqualifizierten Erwachsenen im Bereich der Kreativwirtschaft aus Rumänien, Italien, Österreich, Dänemark, Litauen, dem Vereinigten Königreich und Irland bestimmt ist.

 

Madgwas: Datenbank für äthiopische Einbanddekoration

  • Gefördert durch: Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz
  • Laufzeit: 2018-2019
  • Projektkontakt: Sean Winslow, Gerlinde Schneider

Ziel dieses beim FWF zu beantragenden Projektes ist die Entwicklung einer Datenbank zur Identifizierung, Katalogisierung und Datierung von äthiopischen Buchbindewerkzeugen und Einbanddekorationen. Die Madgwas-Datenbank soll eine erweiterbare Ressource sein, die es durch den Einsatz semantischer Technologien ermöglicht, Relationen zwischen einer großen Anzahl von Werkzeugen und dekorativen Mustern sowie individuellen Manuskripten herzustellen und zu visualisieren. ForscherInnen soll es so ermöglicht werden, eine zeitliche Einordnung der Manuskripte erlauben. Das Projekt wird die zunehmende Bereitstellung von digitalen Faksimiles durch internationale Bibliotheken über die Schnittstellen des International Image Interoperability Framework (IIIF) nutzen, was neben dem Einsatz eines RDF Datenmodells und eines Triple Stores zur Datenhaltung die Verknüpfung mit domänenspezifischen Web Ontologien wie auch weiteren Projekten der Äthiopistik oder der Kodikologie ermöglicht.

 

Hugo Schuchardt Archiv - Migrationsprojekt

  • Gefördert durch: Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Graz
  • Laufzeit: 2018-2019
  • Projektkontakt: Elisabeth Steiner

Das Hugo Schuchardt Archiv (HSA) ist eine digitale Plattform, die unter dem Arbeitstitel "Netzwerk des Wissens" zum einen das Gesamtwerk des Namensgebers anbietet, aber auch dessen Kontextualisierung nachzeichnet. Die nahezu 14.000 Briefe des Nachlasses, die Schuchardt erhalten hat, tragen wesentlich zum Verständnis der Werkgenese bei und illustrieren die Rolle, die Schuchardt im Prozeß der Institutionalisierung und der Kodifizierung der Disziplinen und der Etablierung eines breit angelegten sprachwissenschaftlichen Diskurses, sowie in der Gründung von einzelnen Subdisziplinen gespielt hat. Das Schuchardtsche Netzwerk soll in seiner inhaltlichen Gesamtheit zur Verfügung gestellt werden, also von der Philologie zur Linguistik, von der Baskologie zur Kaukasistik, der Romanistik zur Keltologie, der historischen Sprachwissenschaft zur Kreolistik, vom Sprachkontakt zur Grammatikforschung, und es macht auch den scharfen Rezensenten und Kritiker und offenen Diskutanten in diesem Wissensprozeß lebendig. Die Aufarbeitung des Briefnachlasses - in über einem Dutzend Sprachen - und dessen inhaltliche Vernetzung über verschiedene Such- und Recherchemöglichkeiten sind der erste Schritt, die nachgelassenen Manuskripte und Entwürfe werden das Bild vervollständigen. 

 

CoReMA: Cooking Recipes of the Middle Ages: Corpus, Analysis, Visualisation

  • Gefördert durch: fwf (I 3614 Internationale Projekte), ANR
  • Laufzeit: 2018-2021
  • Projektkontakt: Helmut W. Klug

Die kulinarische Tradition ist eine der prägendsten Elemente der europäischen Kultur, und sie stellt einen großen Teil der nationalen Identitäten dar. Das Mittelalter und die in dieser Zeit aufgeschriebenen Kochrezepte können als die Wiege der modernen europäischen Küche angesehen werden. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, die interkulturelle Forschung der mittelalterlichen Kochrezepte und deren Wechselbeziehung mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes zu verwirklichen. Das Projekt nimmt die Kochrezeptüberlieferung von Frankreich und den deutschsprachigen Ländern, die mehr als 80 Manuskripte und ca. 8000 Rezepte umfasst, auf, und untersucht sie in Hinblick auf ihre Herkunft, ihre Beziehung untereinander und ihre Migration durch Europa. Die Partner, das Laboratoire CESR (Centre d’Etudes Supérieures de la Renaissance) der Universität Tours, das Zentrum für Informationsmodellierung und der Fachbereich Germanistische Mediävistik an der Universität Graz, werden diese mehrsprachigen Texte nach modernen Standards aufarbeiten und sie mit aktuellen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden untersuchen.

Details entnehmen Sie dem vom ANR genehmigten Projektantrag.

 

Arbeitskoffer zu den Steirischen Literaturpfaden des Mittelalters 3D

  • Gefördert durch: BMWF, Sparkling Science
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Gerlinde Schneider

Dieses Projekt widmet sich in seiner dritten Laufzeit der Erforschung der Voraussetzungen und  Dimensionen literarischen Lernens anhand von mittelalterlichen Texten. Der Schwerpunkt der Kooperation mit dem Institut für Germanistik liegt dabei bei der Weiterentwicklung des schon in Vorgängerprojekten entstandenen „Grazer didaktischen Textportals zur Literatur des Mittelalters“. Das Portal stellt die Texte der Steirischen Literaturpfade als Faksimile sowie in ihrer Transkription und  Übersetzung zur Verfügung und bietet außerdem gemeinsam mit LehrerInnen, SchülerInnen und Studierenden entwickelte, praxiserprobte Materialien für unterschiedliche Schulstufen und -typen. Die (literarische) Welt des Mittelalters wird so als (außer-)schulischer und digitaler Lernort erschlossen.

 

Erhalt fachspezifischer Funktionalitäten bei Langzeitarchivierung in einem allgemeinen Datenarchiv für die Geisteswissenschaften

  • Gefördert durch: FWF, Open Research Data
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Georg Vogeler

Das Projekt ist eine Fortsetzung des im Jahr 2017 ausgelaufenen FWF-Projekts "Illuminierten Urkunden als Gesamtkunstwerk" (P 26.706). Die dort auf der derzeit weltweit größten Urkundenplattform „monasterium.net“ entstandende Sammlung mit illuminierten Urkunden: http://www.monasterium.net/mom/IlluminierteUrkunden/collection, wird im Zuge des Open Science Data Projekts des FWF (ORD84) in eine Langzeitarchivierungsstrategie überführt. Das Projekt stellt nun sicher, dass die Daten zu den illuminierten Urkunden im vom ZIM entwickelten vertrauenswürdigen und auf Langzeitarchivierung ausgerichteten Repositorium GAMS gesichert werden.

 

Illuminierte Urkunden II

  • Gefördert durch: go!digital 2.0, ÖAW
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Martina Bürgermeister und Georg Vogeler

Das Kooperationsprojekt mit der ÖAW schließt an das gleichnamige Vorgängerprojekt an und sieht vor,  das auf der Plattform monasterium.net öffentlich zugänglich gemachte Korpus der "Illuminierten Urkunden", gezielt mit personengeschichtlichen und kunsthistorischen Daten anzureichern und über komplexe Suchanfragen erforschbar zu machen.

 

Der Regensburger Reichstag von 1576

Das Projekt vervollständigt das Editionsprojekt “Reichstagsakten: Reichsversammlungen, 1556–1662”, das von der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften initiiert wurde. Seit 1988 betreut diese Unternehmung die Edition von historischen Quellen zu elf kaiserlichen Versammlungen, die in 15 Teilbänden herausgegeben wurden. Das gegenwärtige Projekt hat zum Ziel, die Akten zum Regensburger Reichstag von 1576 elektronisch zu erschließen, mit Metadaten anzureichern und die Forschungsdaten in Form einer Digitalen Edition zugänglich zu machen. Die Auszeichnung und beschreibende Anreicherung der Transkriptionen mit XML/TEI garantiert nicht nur die Langzeitverfügbarkeit der Forschungsdaten, sondern ermöglicht auch die Anknüpfung an strukturierte Ressourcen auf Basis von RDF und Ontologien sowie den Export hochstrukturierter Daten.

 

Open Access Database “Adjective-Adverb Interfaces in Romance”

  • In Kooperation mit dem Institut für Romanistik
  • Gefördert durch: FWF, Open Research Data
  • Laufzeit: 2017-2020
  • Projektkontakt: Gerlinde Schneider und Christopher Pollin

Das Projekt zielt darauf ab, einen offenen Zugang zu einer Reihe von Korpora zu ermöglichen, die im Rahmen der Forschungsgruppe "Research Group on the Interfaces of Adjective and Adverb in Romance" an der Universität Graz erarbeitet wurden. Die gesammelten Korpora werden zu diesem Zweck aktualisiert und in eine allgemeine Datenbank integriert. Um ein Höchstmaß an Kontinuität und Kompatibilität zu gewährleisten, wird die Datenbank mehreren relevanten Standards folgen, die vom European Research Infrastructure Consortium für Sprachressourcen CLARIN ERIC2 festgelegt und gefördert werden. Folgende Aspekte sind für das Projekt von entscheidender Bedeutung: Open Access, Anpassung an internationale Standards, Entwicklung von Standards für das Tagging im Bereich Adjektiv-Adverb und die Verknüpfung der Daten mit weiteren Sprachressourcen über Linked Data.

 

 

Fabula docet – Wer will schon saure Trauben? Grazer Repositorium antiker Fabeln (GRaF)

  • In Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie
  • Gefördert durch: bmwfw - Förderreihe Sparkling Science
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Sarah Lang

Das "Grazer Repositorium antiker Fabeln" (GRaF) ist ein Sparkling Science Projekt, das mit aktiver Beteiligung von Schulklassen eine wissenschaftliche Schulausgabe antiker Fabeln erarbeitet, die als digitale Edition auf der GAMS verfügbar gemacht werden wird. Neben fachdidaktischer Aufbereitung werden hierbei auch die Möglichkeiten und Spezifika des Mediums der "digitalen Schulausgabe" erforscht.
Ziel des Projektes ist der Aufbau des Webportals (GRaF), also der digitalen Ausgabe einer Fabelauswahl (Phaedrus; Auswahl aus Avian) samt textkritischem Apparat, die mit Vokabelangaben, Übersetzung, Sacherklärungen und Paralleltexten verbunden mit Materialsammlungen zur Unterrichtsgestaltung unter Einbeziehung der Interessen der Lernenden gestaltet ist.

 

Grotefend digital

  • Laufzeit: seit 2016
  • Projektkontakt: Georg Vogeler

Hermann Grotefend (1845-1931) schuf mit seiner „Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit“ ein Standardwerk für die Auflösung von historischen Datumsangaben. Anfang des 21. Jahrhunderts hat Dr. Horst Ruth dieses Werk mit dem Heiligenverzeichnis und den Kalendern retrodigitalisiert. Diese Retrodigitalisierung dient als Grundlage für dieses Projekt, mit dem Ziel die Daten für das Semantic Web als Linked Open Data zu modellieren. RDF hilft dabei diese Informationen so aufzubereiten, dass sie zwischen Systemen ausgetauscht werden können und dabei ihre ursprüngliche Bedeutung erhalten bleibt. Inhaltliche Aussagen werden dabei über ‚Triples‘ ausgedrückt, wofür die Verwendung von Linked Open Data- Vokabularien bevorzugt werden. So kann die Datenbank auch einfach um die RDF-Repräsentation historisch belegter Kalendarien erweitert werden. Zusätzlich steht mit SPARQL eine Abfragesprache zur Verfügung, die mehr Potential bietet als herkömmliche Volltextsuchen.

 

Die Medialität diplomatischer Kommunikation – Habsburgische Gesandte in Konstantinopel in der Mitte des 17. Jahrhunderts 

  • In Kooperation mit der Universität Salzburg
  • Gefördert durch: FWF
  • Laufzeit: 2017-2019
  • Projektkontakt: Carina Koch und Georg Vogeler

Das vom FWF geförderte Projekt zur Medialität diplomatischer Kommunikation untersucht den Schriftverkehr habsburgischer Gesandter in Konstantinopel mit dem Kaiserhof in Wien. Als Hauptquellen dienen Briefe des Diplomaten Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn (1590–1667) unter Einbeziehung der Korrespondenzen weitere Residenten in Konstantinopel und das Reisetagebuch von Johann Georg Metzger († 1697), das neben tagtäglichen Ereignissen auch Naturkundliches und Ethnographisches, sowie Kartenmaterial und Skizzen beinhaltet. Die Textquellen werden digital ediert und mit digitalen Mitteln verglichen und analysiert. Regeln der Korrespondenzen, individuelle Darstellungen und das Verhältnis zwischen Autor und Rezipient stellen einen Schwerpunkt für die Betrachtung der Briefe dar. Persönliche Eindrücke und Beschreibungen von Ereignissen werden auch im bisher unveröffentlichten Reisebericht näher betrachtet. Am Zentrum werden ein dafür nötiges Datenmodell und Visualisierungsmög­lichkeiten entwickelt.

 

[szd] Digitale Nachlassrekonstruktion Stefan Zweig

  • in Kooperation mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg
  • Laufzeit: 2017-2018
  • Projektkontakt: Christopher Pollin
  • www.stefanzweig.digital

Das Projekt verfolgt das Ziel, den weltweit verstreuten Nachlass von Stefan Zweig im digitalen Raum zusammenzuführen und ihn einem literaturwissenschaftlich bzw. wissenschaftlich interessierten Publikum zu erschließen. In Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der Universität Salzburg wird dabei, basierend auf dem dort vorhandenen Quellenmaterial, eine digitale Nachlassrekonstruktion des Bestandes generiert. So entsteht ein strukturierter Bestand an digitalen Objekten, der im Sinne der digitalen Langzeitarchivierung repräsentiert wird, und NutzerInnen orts- und zeitunabhängig zugänglich ist. Das Projekt ist so konzipiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt Erschließung und Anreicherung des Quellenmaterials (z.B. digitalen Editionen) möglich werden.

 

Kommentierte Werkausgabe Werner Kofler - Hybridedition

  • In Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien
  • Laufzeit: 2017-2018
  • Projektkontakt: Helmut Klug

Seit 2015 wird am Institut für Germanistik der Universität Wien im Rahmen des FWF-Projekts „Kommentierte Werkausgabe Werner Kofler (Prosa)“ (P 27418) ein Stellenkommentar zu den einzelnen Prosawerken dieses wichtigen österreichischen Satirikers (1947–2011) erarbeitet. Dieser Kommentar bildet die Grundlage des vorliegenden Publikationsprojekts. Der digitale Kommentar ist Teil einer Hybridedition, bei der der Primärtext in Buchform publiziert wird. Der Stellenkommentar umfasst annotiertes Archiv- und Bildmaterial, das über Indices sowie spatiale und temporale Visualisierung zugänglich gemacht wird.

 

[cantus] Cantus Network – a semantically enriched digital edition of libri ordinarii of the Salzburg metropolitan province 

  • In Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • Laufzeit: 2015-2019
  • Projektkontakt: Christian Steiner, Johannes Stigler

Die Kirchenprovinz Salzburg mit ihren Suffraganbistümern Brixen, Freising, Passau, Regensburg und Salzburg war über viele Jahrhunderte hinweg maßgeblich an der kulturgeschichtlichen Entwicklung Österreichs und Bayerns beteiligt. Umso wichtiger ist es, die zahlreich erhaltenen liturgisch-musikalischen Quellen, die ein wichtiger Bestandteil dieses kulturgeschichtlichen Erbes sind, in digitaler Form zu erschließen und wissenschaftlich auszuwerten. Bei der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Libri Ordinarii muss der kritischen Übertragung der lateinischen Texte eine fundierte Analyse der Ursprünge der Liturgie und der Kommentare folgen. Primäre Aufgabe des Projekts wird es sein, die Ordinarii nach TEI zu transformieren. In einem zweiten Schwerpunkt sollen die Sekundärquellen, also die liturgisch und liturgisch-musikalischen Quellen wie Graduale, Missale, Sequentiare, Antiphonare usw. erschlossen und für die Implementation in die Webplattform aufbereitet werden, um hinter den Incipits der Libri ordinarii auch die konkreten Gestalten z.B. eines Gesanges in vollständiger Form und mit musikalischer Notation vor sich zu haben.

 

[varianten] Variantengrammatik des Standarddeutschen

  • In Kooperation mit dem Institut für Germanistik
  • Laufzeit: 2012 -
  • Projektkontakt: Gunter Vasold

Das Projekt ‚Variantengrammatik des Standarddeutschen‘, gefördert vom FWF unter der  Projektnummer I 716-G18, widmet sich der grammatischen, areal bedingten Variation des Deutschen. Während Phänomene des Wortschatzes relativ gut untersucht sind (klassische Beispiele wie Semmel vs. Brötchen), haben die Bereiche der Morphologie und Morphosyntax (etwa: bei jmdm. beantragen vs. jmdm. beantragen) oder der Syntax (etwa: Gut, gibt es Bauern. vs. Gut, dass es Bauern gibt.) bisher kaum Beachtung gefunden. Das Projekt leistet somit eine erstmalige, korpusbasierte Dokumentation grammatischer Unterschiede in einem Handbuch, das sowohl für Laien als auch für wissenschaftliche Zwecke konzipiert sein wird. Das Zentrum für Informationsmodellierung unterstützt den Forschungsprozess durch die Bereitstellung einer virtuellen Forschungsumgebung, die die strukturierte Erfassung, Dokumentation und Interpretation der Forschungsdaten erleichtert.

 

Prosopographie der antiken Hetären

  • In Kooperation mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde
  • Gefördert durch: Internes Projekt
  • Laufzeit: seit 2013

Das Kooperationsprojekt mit dem Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde hat zum Ziel, ein Verzeichnis aller in der antiken Literatur genannten Hetären und ihrer Liebhaber zu erstellen und die einzelnen Einträge mit den Textstellen und der Sekundärliteratur zu verknüpfen.

 

[gralis] Ein multi-modales Korpus Environment für slawische Sprachen

  • In Kooperation mit dem Institut für Slawistik
  • Laufzeit: 2008 -
  • Projektkontakt: Gerlinde Schneider

Auf Basis der IMS Corpus Workbench des Instituts für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart wurde in diesem FWF-Projekt für das Institut für Slawistik eine Struktur zum Aufbau von multimodalen Parallelsprachkorpora geschaffen, wobei in Planung, Konzeption und Umsetzung des Workflows zum Aufbau des Sprachkorpus, dem im Projektantrag festgeschriebenen Anspruch nach Masseningestierung von Dokumenten ebenso besondere Berücksichtigung zukommen musste, wie Aspekten einer AMS (=Asset Management System) gesteuerten Verwaltung der Korpustexte.

 

(Urheber-)Rechtsfragen der Neuen Medien in Lehre und Forschung

  • In Kooperation mit dem Institut für Rechtsphilosophie und der Medizinischen Universität Graz
  • Laufzeit: 2009 -
  • Projektkontakt: Walter Scholger

In den Projektkontexten des Zentrums sieht man sich immer wieder mit rechtlichen Fragen, vor allem in Bezug auf den Umgang mit dem Urheberrecht bei digitalen Quellen, konfrontiert. In Zusammenarbeit mit Elisabeth Staudegger vom Institut für Rechtsphi­losophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik und Reinhard Staber von der Medi­zinischen Universität Graz münden die Bemühungen nunmehr in der Erstellung eines Ministerialentwurfs seitens des Forums Neue Medien in der Lehre Austria zur Änderung der diesbezüglichen Gesetzeslage in Österreich.

 

 

Kontakt

Elisabethstraße 59/III 8010 Graz
Ass.-Prof. Mag. Dr. Johannes Hubert Stigler Telefon:+43 (0)316 380 - 2292

Web:informationsmodellierung.uni-graz.at

Bibliothek: Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag 9:00-13:00 und nach Vereinbarung

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