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ESR-Doktoratsprojekt

Frederike Neuber

Early Stage Researcher (April 2014-April 2017)

Nach einem Bachelorstudium in Italienstudien an der Freien Universität Berlin und der Università degli Studi Roma Tre, hat Frederike 2014 einen Master in Editionswissenschaft, ebenfalls an der Freien Universität Berlin, abgeschlossen. Während ihres Studiums sammelte sie Erfahrungen im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Telota und Deutsches Textarchiv). Frederikes Forschungsinteressen umfassen Editions-, Literatur- und Buchwissenschaft, Typographie und Handschriftenkunde sowie generell die Digitalen Geisteswissenschaften.

E-Mail: frederike.neuber(at)uni-graz.at

Typografie und Paläografie in digitalen Editionen

DiXiT-Fellowship

Frederike’s DiXiT fellowship widmet sich den Potentialen digitaler Editionen zur Erschließung und Erfassung von paläografischer und typographischer Information. Ziel ist die Erstellung eines Transkriptionsmodells, das die Weichen für schriftspezifische Forschung im Rahmen einer digitalen Edition stellt. Grundlage der Arbeit ist die Erstellung einer digitalen Edition, anhand derer das Transkriptionsmodell entwickelt und getestet werden soll.

Das fellowship ist Teil von Frederike’s Dissertationsprojekts an der Universität Graz.

Zur Beschreibung auf der DiXiT webseite: http://dixit.uni-koeln.de/fellowships/early-stage-researchers/#esr4

 

Das typografische Werk Stefan Georges

Dissertationsprojekt

Stefan George (1868-1933) steht in der neueren deutschen Literatur wie kein anderer Autor für die außergewöhnliche Beschäftigung mit bzw. die Verwendung von Schrift, speziell Typografie. Ab 1904 wurden seine Werke in der St-G-Schrift, der für bzw. vom Autor individualisierten Schriftart gedruckt. Bis zur von George autorisierten Gesamt-Ausgabe 1927 entwickelte sich das Typenrepertoire der Schriftart, so dass mehrere Fassungen der St-G-Schrift vorliegen.

Bisherige Werkeditionen beinhalten weder eine vollständige Erschließung der Drucküberlieferung noch deren tiefentypografische Analyse, wodurch es an einer verlässlichen Grundlage für weitere Forschungsansätze zur Verwendung und Bedeutung von Typografie in Stefan Georges Werk mangelt. Die noch ausstehende editorische Erschließung der Typografie ist zum einen auf das linguistisch geprägte Textverständnis der Editorik zurückzuführen. Zum anderen fehlt es den Editorinnen aber schlichtweg auch an Methoden und Werkzeugen zur Erfassung von schriftspezifischer Information. Bisher stößt selbst die digitale Edition, mit den Möglichkeiten zur Abbildung von Schrift durch die Bereitstellung digitaler Faksimiles sowie ihrer Kodierung bzw. Beschreibung mittels der TEI an ihre Grenzen.

Ziel des Projekts ist zum einen die Erstellung einer digitalen Edition der lyrischen Druckausgaben Stefan Georges und zum anderen die Entwicklung und Applikation einer Ontologie zur Erschließung von Schrift, welche die eindeutige Identifizierbarkeit, formalisierte Beschreibung und Zitation von typografischen Formen erlaubt. Begleitend zu den Entwicklung des praxisorientierten Teils der Arbeit, wird eine umfassende theoretische Evaluierung bestehender Editionspraktiken sowie eine Reflexion über die Auswirkungen der jeweils gewählten Methodik auf die Edition stattfinden. Schließlich wird sich die Arbeit auch kritisch mit den Herausforderungen und dem Gewinn für das Forschungsfeld Stefan George und Typografie sowie generell für den Bereich „Edition und Schrift“ auseinandersetzen.

Institutsleitung

Univ.-Prof. Dr.phil. M.A.

Georg Vogeler

Elisabethstraße 59/III, 8010 Graz



Institut

Elisabethstraße 59/III, 8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 5790


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